Geranienöl gegen strapazierte Nerven
Ich liebe den Duft von Geranienöl über alles. Aber noch mehr liebe ich meine fabelhaften Entschuldigungen, wenn es darum geht, warum ich das Öl wirklich ständig benutze. Das wundervoll duftende ätherische Öl ist nämlich ein wirksames Hausmittel für die verschiedensten Wehwehchen vor allem bei Frauen oder Kindern. Es hilft beispielsweise bei Schmerzen, wirkt entspannend bei Angstzuständen und Stress, beruhigt die Nerven und lässt Schwellungen schrumpfen und Entzündungen abheilen – das Zeug ist ein natürliches Erste-Hilfe-Wundermittel.
Geranienöl ist außerdem bekannt für seine heilsame Wirkung bei Verbrennungen, Wunden, Geschwüren und Hautekzemen. Es wird sogar verwendet um Schmerzen, welche wunde Brüste bei stillenden Frauen auslösen, zu lindern. Man kann es wirklich problemlos bei jeder Art von Hautkrankheiten zur Hautpflege verwenden, wie beispielsweise bei trockenen Ekzemen, Verbrennungen, Gürtelrose, Ringelflechte, Lausbefall, Akne oder Herpes. Ich selbst habe es zum Beispiel benutzt, als meine Kinder Läuse hatten und Sie dürfen mir glauben, es hat hervorragend gewirkt. Jeden Tag nach der Schule habe ich gründlich ihre Kopfhaut abgesucht und was für so ein simples ätherisches Öl vorerst eigentlich beinahe unmöglich erscheint, konnte sogar von der modernen Medizin belegt werden. Die Schulmedizin hat nämlich erst kürzlich die Wirkung von Geranienöl auf dem Gebiet der Schmerzlinderung bestätigt.
Erst vor Kurzem wurde eine Studie an 30 Erwachsenen, die in Folge einer Herpesinfektion an Neuralgie litten, durchgeführt. Im Rahmen dieser Studie wurden die Teilnehmer einer von fünf topischen Behandlungsalternativen unterzogen (100% Geranienöl, 50% Geranienöl in Mineralöl, 10% Geranienöl in Mineralöl, reines Mineralöl oder 0.025% Capsaicin-Creme). Dann wurden spontane und künstlich hervorgerufene Schmerzen auf einer Skala von 0 (kein Schmerz) bis 100 (schlimmstes möglicher Schmerz) gemessen und zwar je 2, 10, 15, 20, 30, 45, und 60 Minuten nach der jeweiligen topischen Behandlung. Bei allen Teilnehmern, die mit Geranienöl behandelt wurden, verringerten sich die Schmerzen nachweislich. Der Grad der Schmerzlinderung verhielt sich dabei proportional zum Geranium-Anteil der topischen Behandlungsalternative. Diejenigen Patienten, die mit 100% Geranienöl behandelt wurden, konnten sich somit über weniger Schmerzen freuen als Teilnehmer, bei denen nur 10% Geranienöl verwendet wurden.
Die Forscher berichteten zudem, das topisches Pfefferminzöl (Mentha piperita) oder Lakritze (Glycyrrhiza glabra) ebenfalls bei Neuralgien helfen könnte. Wenn man sich vor Augen hält, wie gut Geranienöl bei Nervenschmerzen gewirkt hat, kann ich mir guten Gewissens erlauben, den Duft von Geranienöl auch regelmäßig bei mir zu Hause zu genießen – zu jeder Gelegenheit und aus welchen Gründen auch immer.